Mittwoch, 11. Juni 2014

"Komm doch rein", ihre Stimme klang monoton wie immer, aber das störte mich nicht weiter. "Wie war deine Woche? Du hast dir die Haare gefärbt? Du willst dich tätowieren lassen? Hast du das auch schon gelesen? blablabla", ich war gerade dabei, eine neue, nervige Frage zu stellen, als es mir auffiel. Unsere Bilder, die wir über Jahre hinweg von uns geschossen haben, hingen nicht an ihrem Platz. Und da erinnerte ich mich, sie lässt mich alleine, sie zieht zurück in die USA. "Hast du unsere Bilder schon eingepackt..?", ich schluckte, um nicht traurig zu klingen. "Ja." Jess stand auf und wanderte nachdenklich in ihrem Zimmer umher. "Die Bilder sind das einzige, dass ich bis jetzt eingepackt habe" Und monoton fügte sie hinzu. "Und alles andere, was mich an dich erinnert." Nachdem sie fertig war mit ihrer Zimmer-Wanderung setzte sie sich neben mich und nahm meine Hand. Sie war kalt, wie ihr Blick, wie immer.

1 Kommentar:

  1. ich hoffe, dass eure erinnerungen auf den bildern nicht kalt waren, sondern immer noch lebendig.

    AntwortenLöschen